Seien wir mal ehrlich: Die meisten „Mini-PCs“ sind heutzutage einfach nur Laptops ohne Bildschirm. Für Büroarbeiten sind sie völlig in Ordnung, aber sobald man sie mit einem ressourcenintensiven LLM oder einer 4K-Timeline belastet, geraten sie an ihre Grenzen.
Als Nächstes kommt das Minisforum MS-S1 Max. Ich habe mir das durchgesickerte Datenblatt angesehen (das zwar als „vertraulich“ gekennzeichnet ist, aber seien wir ehrlich: Wir wissen doch alle, dass es bald auf den Markt kommt), und dieses Gerät ist kein Mini-PC. Es ist eine Workstation, die zufällig in den Rucksack passt.
Der Strix Halo – der Elefant im Raum
Das Herzstück dieses Computers ist der AMD Ryzen AI Max+ 395. Mit 16 Zen-5-Kernen ist er schon ein echtes Kraftpaket. Doch der eigentliche Game-Changer ist die Radeon 8060S iGPU.
Die Rede ist von 40 Compute Units. Im Klartext: Sie wurde entwickelt, um es mit einer RTX 4070-Laptop-GPU aufzunehmen, ohne dabei so sperrig zu sein wie eine dedizierte Grafikkarte. Für uns in Europa, wo die Strompreise uns zweimal darüber nachdenken lassen, ob wir einen 600-W-Desktop den ganzen Tag laufen lassen sollen, ist diese Leistung bei einer kontrollierten TDP (130 W+) ein riesiger Gewinn für das Homeoffice.
64 GB RAM: Der Traum eines jeden KI-Entwicklers
Und hier ist der Grund, warum der MS-S1 Max unter KI-Forschern Kultstatus erlangen wird: der integrierte 64-GB-LPDDR5x-8533-MHz -Speicher.
Dank der einheitlichen Speicherarchitektur können Sie einen großen Teil dieser 64 GB speziell als VRAM zuweisen. Wenn Sie versuchen, lokale LLMs (Llama 3, Mistral usw.) auszuführen, wissen Sie, dass der VRAM der entscheidende Engpass ist. Mit diesem Gerät können Sie Modelle ausführen, für die normalerweise eine professionelle GPU im Wert von 2.000 € erforderlich wäre – und das alles auf einem Gerät von der Größe einer Brotdose.
Vernetzung: Sie haben tatsächlich zugehört
Minisforum hat sich offensichtlich die „Homelab“-Community auf Reddit angesehen und gesagt: „Ja.“
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Zwei 10-GbE-Anschlüsse (Intel E610): Endlich. Keine USB-zu-Ethernet-Adapter mehr für Ihr Hochgeschwindigkeits-NAS. Wenn Sie einen Proxmox-Cluster oder einen leistungsstarken Heimserver betreiben, sind zwei 10-GbE-Anschlüsse der Goldstandard.
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Thunderbolt 5 (80 Gbit/s): Nicht nur ein, sondern gleich zwei TBT5-Anschlüsse. Die Bandbreite ist hier unglaublich – damit ist das Gerät für die Peripheriegeräte der nächsten fünf Jahre bestens gerüstet.
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5x 8K-Displays: Ich weiß nicht, wer fünf 8K-Monitore braucht, aber die Tatsache, dass das möglich ist, spricht Bände über die Bandbreite, die dieses Mainboard bewältigt.
Die interne Stromversorgung (ein kleines, aber wichtiges Detail)
Einer meiner größten Kritikpunkte an Mini-PCs ist das „Netzteil“, das oft größer ist als der PC selbst. Der MS-S1 Max verfügt über ein integriertes 320-W-Netzteil. Ein einziges Kabel, direkt in die Steckdose. Das sieht aufgeräumter aus, ist mobiler und wirkt eher wie ein professionelles Gerät als wie ein Hobbyprojekt.
Fazit: Für wen ist das gedacht?
Wenn Sie nur auf Netflix stöbern möchten, sollten Sie sich anderweitig umsehen – Sie zahlen zu viel für Leistung, die Sie gar nicht nutzen werden.
Aber wenn Sie:
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Ein Entwickler, der ressourcenintensiven Code kompilieren oder lokale KI-Modelle ausführen muss.
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Ein Kreativprofi, der sich einen aufgeräumten, minimalistischen Schreibtisch wünscht, ohne dabei auf 4K-Bearbeitungsleistung verzichten zu müssen.
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Ein Homelab-Nerd, der sich den leistungsstärksten Knoten für einen Virtualisierungscluster wünscht.
Der MS-S1 Max ist wahrscheinlich die spannendste Hardware-Neuheit des Jahres im Bereich der Small-Form-Factor-Geräte. Er ist nicht einfach nur eine „Mini“-Version eines anderen Geräts, sondern eine neue Produktkategorie namens „Station Mini“, die ihrem Namen tatsächlich alle Ehre macht.
Was meint ihr? Reichen 64 GB für eure lokalen KI-Projekte aus, oder wartet ihr auf die 128-GB-Version? Lasst uns in den Kommentaren darüber diskutieren.




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